Juliane Brandes

Juliane Brandes
Juliane Brandes
1962 Hamburg (Germany)


Introduction to the 2011 exhibition (in German)

Schmuck und Skulptur

Im Werk von Juliane Brandes inspirieren sich seit zehn Jahren Skulpturen und Schmuckstücke gegenseitig. Sie arbeitet nicht nach der Natur, sondern mit der Natur. Fundstücke und bildhauerisches Modellieren bestimmen den Entstehungsprozess.

Zwischen zwei Hosenbeinen mit nackten Füßen sprießt ein drittes und das Ganze entpuppt sich als Ast. Der Ursprung ist die Natur, die verfremdet zu etwas neuem Lebendigen wird.
Das Paradoxe findet sich in vielen Arbeiten von Juliane Brandes. Die Erwartung des Betrachters wird durch eine humorvolle Wendung irritiert.

Ein türkisfarbener Kopf hat keine Augen, aber trotzdem will er etwas sehen. Die Augentrichter saugen die Welt gierig auf, aber ist es die Wirklichkeit?

Die Baumflechte verwandelt sich in einen skurrilen Hirschkäfer oder ist es ein Oktopus?

Haarige Seegrasknäule werden zu prallen zitternden Brüsten.

Alle Skulpturen sind Materialkombinationen. Durch formalen Erfindungsgeist und Humor finden sie, wie in einer Metamorphose, ihre neue naturhafte Gestalt.

– Dr. Ulrike Thimme